Auf dem Weg zum Dream-Team – Effektive Teamentwicklung

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Für Ihren eigenen Erfolg spielt Ihr Team eine tragende Rolle. Als Führungskraft liegt es in Ihrer Verantwortung dafür zu sorgen, dass Ihr Team motiviert und erfolgreich Zusammenspielt sowie auch die notwendige Fach- und Sozialkompetenz besitzt. Im ersten Teil unserer Blogreihe zum Thema Teamentwicklung zeigen wir Ihnen, welche Phasen Ihre Mitarbeiter auf dem Weg zum „Dream-Team“ durchlaufen und wie Sie sie aktiv dabei unterstützen können.

Teil 1 unserer Blogreihe zum Thema Teamentwicklung

„Der Mensch für sich allein vermag gar wenig und ist ein verlassener Robinson; nur in der Gemeinschaft mit den andern ist und vermag er viel.“ (Arthur Schopenhauer)

Die Phasen der Teamentwicklung

Damit aus Ihren Mitarbeitern ein erfolgreiches Team werden kann, müssen sie die nachfolgend beschriebenen Phasen der Teamentwicklung durchlaufen. Hierfür müssen Sie Ihrem Team eine gewisse Zeit einräumen.

    1. Die Testphase: Bei einem neu zusammengesetzten Team geht es in erster Linie darum, sich gegenseitig kennen zu lernen. „Wer ist hier wie, wer kann was, was kann ich von wem erwarten und welche Position nehme ich in diesem Gefüge ein?“ sind die Fragen der Stunde. Sie zu beantworten, nimmt einige Zeit und Energie in Anspruch, weshalb das neue Team in dieser Phase nur bedingt leistungsfähig für ihre eigentlichen Aufgaben ist. Die Testphase ist beendet, wenn jedes Teammitglied für sich beantworten kann, welche Position und Rolle es im Teamgefüge einnimmt.
    1. Die Nahkampfphase: Als nächstes fragen sich die Teammitglieder, wer welchen Einfluss besitzt und welche Macht. Auch Sie werden in Ihrer Führungsrolle kritisch beobachtet und bewertet, weshalb es für Sie jetzt heißt, Ihre Position zu untermauern, um wirkliche Akzeptanz zu gewinnen. Des Weiteren muss das Team gemeinsam entscheiden, nach welchen „Spielregeln“ es zusammenarbeiten will. Es gilt zu klären:
      • Wer übt die Kontrollfunktion aus?
      • Wie wird diese Kontrollfunktion ausgeübt?
      • Wie werden Verstöße gegen die Spielregeln sanktioniert?

      Sind diese Fragen eindeutig geklärt, kann das Team seine Leistungsfähigkeit steigern und sich auf die nächste Phase der Teamentwicklung einlassen.

    1. Die Organisierungsphase: Inzwischen lassen sich erste Merkmale eine „echten Teams“ beobachten. Es besteht der Wille, miteinander zu arbeiten und das Interesse, das Team leistungsfähig zu machen. Die Teammitglieder fangen an, ihre Leistungen untereinander zu diskutieren und Wert zu schätzen. Die weitere Lernaufgabe des Teams besteht in dieser Phase darin, Problemlösungsstrategien zu entwickeln, Arbeitsabläufe zu optimieren sowie zur Verfügung stehende Mittel und Ressourcen effizient zu nutzen. Werden diese Aufgaben erfolgreich bewältigt, steuert das Team geradewegs darauf zu, in der nächsten Phase zu einem Hochleistungsteam zu werden.
    1. Die Verschmelzungsphase: Diese letzte Phase der Teamentwicklung ist durch einen bereits vertrauten und zwanglosen Umgang miteinander gekennzeichnet. Positionen und Rollen sind klar verteilt, das Team versteht sich als geschlossene Einheit und setzt sich nun mit seiner Aufgabe und Positionierung innerhalb des Gesamtunternehmens auseinander. Der Kontakt und Austausch mit anderen Teams wird gesucht und als positiv und anregend empfunden.

Führung in der Teamentwicklung

Fördern und unterstützen Sie Ihr Team in jeder einzelnen Entwicklungsphase ihrer Teamentwicklung aktiv!

Lenken Sie in der Testphase

Ihrem Team mangelt es in dieser Phase nämlich noch an Sicherheit und Orientierung! Instruieren Sie Ihre Mitarbeiter deshalb genau, wer was wie und bis wann machen soll. Kontrollieren Sie die Arbeitsergebnisse jedes einzelnen und des gesamten Teams in kurzen Abständen. So geben Sie den Teammitgliedern den notwendigen Raum, ihre Beziehungen und Positionen zu klären sowie ihre Aufgaben zu finden.

Trainieren Sie in der Kampfphase

In dieser Phase ist es Ihre Aufgabe, Ihre Mitarbeiter zu qualifizieren. Das Team ist noch darauf konzentriert, gemeinsame Spielregeln aufzustellen, weshalb Sie einen klaren Rahmen und Ziele vorgeben müssen. Gehen Sie auch dazu über, ihnen genauer zu erläutern, wie und warum Sie welche Entscheidungen treffen. Beziehen Sie sie in die Klärung von Fragen mit ein. So trainieren Sie die Teammitglieder in der Entscheidungsfindung. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar ist, wer welche Macht besitzt, müssen Sie in ihre Entscheidungsprozesse noch eingreifen. Achten Sie darauf, dass es hierbei gerecht, klar und eindeutig zugeht, denn es geht auch um Ihre Positionierung als Führungskraft.

Unterstützen Sie in der Organisierungsphase

Ihr Team bemüht sich nun um Leistungsfähigkeit und ist gewillt, sich als Team weiterzuentwickeln und zu lernen. Positionen, Rollen und Kompetenzen sind geklärt und zugeordnet. Das Team ist jetzt in der Lage, Ideen und Vorstellungen zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen. Sie unterstützen Ihr Team, indem Sie diesem Engagement viel Anerkennung entgegenbringen. So stärken und fördern Sie das selbstständige Handeln.

Delegieren Sie in der Verschmelzungsphase

Ihr Team bildet inzwischen eine geschlossene, leistungsstarke Einheit und hat sich somit qualifiziert, die Verantwortung für Entscheidungen und deren Durchführung zu übernehmen. Gestehen Sie Ihrem Team diese Kompetenzen auch zu, indem Sie Entscheidungen delegieren, Verantwortung übertragen und Ihrem Team so selbstständiges Arbeiten ermöglichen. Für Sie gilt die Regel: „Das Ziel ist fix, der Weg ist frei.“. Bei einem wirklich kompetenten Team müssen Sie als Führungskraft auch akzeptieren, dass das Team andere – für Sie ungewohnte – Wege geht.

Hat Ihr Team es geschafft?

Dass Ihr Team alle vier Phasen erfolgreich durchlaufen hat und zu einem „echten Team“ geworden ist, können Sie an den folgenden Merkmalen für sich festmachen:

      • Gegenseitiges Interesse und Wertschätzung
      • Pflege von Kommunikation und Interaktion
      • Gegenseitige Unterstützung
      • Harmonisches Arbeitsklima
      • Überdurchschnittliches Engagement
      • Ausgeprägtes Wir-Gefühl
      • Eindeutige Zielsetzung
      • Identifikation mit gemeinsamen Zielen
      • Bereitwillige Übernahme von Verantwortung
      • Effektive Zeit- und Projektplanung
      • Konstruktives Konfliktmanagement
      • Integration des Teams in das Gesamtunternehmen

Ihr Erfolg

Mit einem Hochleistungs-Team zu arbeiten, ist ein großer Erfolg für jede Führungskraft. Teams sind dynamische Verbindungen zwischen Menschen und unterliegen ständigen Einflüssen von innen und außen. Um Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhalten, bedarf es der ständigen Aufmerksamkeit und aktiver Führungsarbeit.

Im nächsten Teil unserer Blogreihe zum Thema Teamentwicklung stellen wir Ihnen vor, was Sie tun müssen, um die Motivation und Leistungsfähigkeit Ihres Teams zu stärken und zu erhalten.

Über den Autor

Ilona Haselbach

Ilona Haselbach ist seit 2001 für die grow.up. Managementberatung GmbH tätig. Neben ihrer Tätigkeit als Assistentin der Geschäftsleitung hat sie viele Buchprojekte der grow.up. Managementberatung redaktionell betreut. Seit 2013 leitet sie die Redaktion und ist ebenfalls für Lektorat und Vermarktung verantwortlich. Ilona Haselbach ist Autorin zahlreicher Buchbeiträge und veröffentlicht Blogbeiträge zu den Themen Führung und Human Resources.

2 Kommentare

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