Die Entwicklung der Arbeitswelt in 2016 – Work-Life-Balance, Technologien und Arbeitnehmer vs. Freelancer

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Auf dem Infographic Journal hat Irma Wallace eine Infografik der Brighton School of Business and Management veröffentlicht. Die Grafik (unten in voller Größe) teilt sich in Arbeitnehmer-, Technologie- und Work-Life-Balance-Trends auf.

  1. Boomerang-Arbeitnehmer werden immer öfters akzeptiert

    Boomerang-Arbeitnehmer sind Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen haben und nach einiger Zeit zurückkehren (wollen). Durch häufigere Jobwechsel wird die Anzahl der Boomerang-Arbeitnehmer steigen – doch das hat viele Vorteile für Unternehmen. Die „alten neuen“ Mitarbeiter kennen bereits die Firma und ihre Kultur und können neu erworbene Erfahrungen mit in den alten Firmenkontext einfließen lassen.

  2. Baby-Boomer machen Platz für die Millenials

    Im Jahr 2016 werden (in Amerika) circa 2.6 Millionen „Baby-Boomer“ in den Ruhestand gehen und Platz für jüngere Generationen machen. Unternehmen werden wahrscheinlich immer öfters auf ältere und auch ausgeschiedene Mitarbeiter zurückgreifen, um die jungen Mitarbeiter beratend zu unterstützen. Anders als vorherige Generationen benötigen die Millenials mehr Feedback und neue Formen des Lernens, um sich weiter zu entwickeln. Früher reichten oft gedruckte Arbeitsmanuale und jährliche Leistungsgespräche.

  3. Generation Z betritt die Arbeitswelt

    Die ersten Arbeitnehmer der Generation Z betreten die Arbeitswelt. Hier scheiden sich sicherlich auch die Geister beim Austausch darüber, was diese Generation von der Arbeitswelt erwartet. Sicher ist, dass diese Generationen von modernen Technologien geprägt in das Berufsleben startet.

  4. Sogenannte „Wearables“ werden in die Arbeitswelt integriert

    Der Markt der „Wearables“, also Technologien, die direkt am Körper getragen werden (Smartwatches, Fitness-Armbänder,…) wird bis zum Jahr 2020 auf bis zu 80 Milliarden Dollar steigen. Diese Entwicklung wird, gepaart mit dem Einstieg der jüngeren Generationen, für eine Modernisierung der Arbeitsplätze sorgen. Wearables können die Mitarbeiter während der Arbeit unterstützen und die Arbeitswelt effizienter gestalten.

  5. Automatisierung spielt eine immer größere Rolle

    Während immer mehr Jobs automatisiert und technologisiert werden, bedeutet das einerseits Stellenabbau und andererseits eine Veränderung der Arbeitswelt in Richtung Effizienzsteigerung. Als Beispiel dient McDonald’s (Europa): Es wurden bereits 7.000 Touchscreen-Computer installiert, die Bestellungen aufnehmen und verfolgen können. Auch eine Bezahlung ist über diese Terminals möglich.

  6. Ein Re-Design des Arbeitsplatzes wird fällig sein

    Die Größe der Büros wird sinken. Während 1985 noch ca. 37qm pro Arbeitnehmer Platz war, wird dieser bis 2020 auf nur noch knapp 14qm pro Arbeitnehmer sinken – auch, weil immer mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten und nicht permanent für jeden Mitarbeiter ein Büroplatz reserviert sein muss. Arbeitnehmer fordern immer öfters flexible Büros und Möbel, die Produktivität und Moral steigern sollen.

  7. Forderung nach Flexibilität in der Arbeitswelt

    2 von 3 Managern erwarten von ihren Mitarbeitern, dass diese auch außerhalb ihrer Arbeitszeit erreichbar sind. Für Arbeitnehmer wird dahingegen die Flexibilität wie Home-Office, Co-Working Spaces und neue Technologien immer wichtiger – und auch zu einem Jobwechsel-Kriterium.

  8. Teilen wird immer wichtiger

    Viele Entwicklungen zeigen bereits jetzt einen Trend in Richtung einer Freelancer-Bewegung, bei der Professionals sich Arbeitsort und -zeit selbst einteilen können. Vorausgesagt wird, dass bis 2020 fast 40% der Amerikaner auf Freelancing-Basis arbeiten werden. Bestes Beispiel: Der Taxidienst Uber hat über 1 Millionen Fahrer weltweit.

  9. Erziehungsurlaub wird (vor allem für Männer) öfters genommen

    Unternehmen arbeiten bereits jetzt daran, den Erziehungsurlaub attraktiver für Männer und Frauen zu gestalten. Grund dafür ist der Druck, die Arbeitswelt gleichberechtigter und flexibler zu gestalten. Auch die jüngeren Generationen und Millenials brechen alte Rollenmodelle auf und fordern mehr Freiheiten bei der Familienplanung.

Auch wenn einige der Trends sicherlich nicht für den deutschen Markt zutreffen, bietet die Grafik doch einige spannende Impulse für die Arbeit in 2016.

Die größten Trends der Arbeitswelt 2016

Die größten Trends der Arbeitswelt 2016 // Infografik von Brighton School of Business and Management

Über den Autor

Christoph Kurtzmann

Christoph Kurtzmann ist Berater, Trainer und Coach bei der grow.up Managementberatung. Nach seinem Wirtschaftspsychologie-Studium in Köln und Iserlohn (B.A. und M.Sc.) und seiner Weiterbildung als zertifizierter Business Coach arbeitet er seit 2015 bei grow.up. Vorherige berufliche Stationen waren MHP – A Porsche Company, AGRAVIS AG, Apple Retail GmbH und die Pfleiderer AG.

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