Netzwerken? Das brauch‘ ich doch nicht! – Vielleicht doch… Teil 1/3: Wann ist Netzwerken wichtig?

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Egal wie erfolgreich Sie bereits sind, Netzwerken ist immer wichtig für Ihre Karriere.

Denn der Spruch „It’s not what you know, it‘s who you know!“ gilt in jeder beruflichen Phase und für alle Hierarchieebenen. Netzwerken meint das Erarbeiten und aktive Unterhalten einer Gruppe Bekannter und bisweilen Verbündeter durch regelmäßigen Austausch. Die Haltung, die Sie dabei einnehmen sollten, umschreibt am besten die folgende Frage: „Was kann ICH für DICH tun?“ – und nicht „Was kannst DU für MICH tun?“.


Teil 2 – Möglichkeiten der Netzwerkpflege
Teil 3 – 7 Tipps für erfolgreiches Netzwerken

Ein gutes Netzwerk kann Ihnen Türen öffnen, von denen Sie sonst nichts geahnt hätten. Sollten Sie gerade auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen sein, ist ein gutes Netzwerk essentiell, um schneller interessante Hinweise auf freie oder freiwerdende Stellen zu bekommen oder einfach die Namen der jeweiligen Ansprechpartner zu erfahren. Doch Netzwerken kann nicht nur nützlich sein, sondern auch Spaß machen. Sich mit Menschen aus anderen Branchen und Bereichen auszutauschen, schafft neue Perspektiven und ist fast immer informativ und spannend.

In welchen Situationen ist Netzwerken wichtig?

Netzwerken ist immer lohnenswert. Falls Sie noch nicht dieser Meinung sind, gehen Sie zukünftig einfach davon aus! Es gibt keinen echten guten Grund, Kontakte nicht zu knüpfen und zu pflegen. Denn der Austausch mit Menschen, die den gleichen Beruf ausüben oder privat ähnliche Interessen haben, sorgt für neue Ideen, vielfältige Kooperationsmöglichkeiten und setzt interessante Impulse.

Das sind die 4 häufigsten Gründe zu Netzwerken:

  1. Sich über Karrieremöglichkeiten informieren
    Beim aktiven Vorantreiben der eigenen Karriere ist Netzwerken von besonderer Bedeutung. Die Personen in den richtigen Positionen mit den relevanten Informationen zu kennen, ist ein klarer Erfolgsfaktor. Wie viel verdient man durchschnittlich auf Position X? Wann wird eine Stelle im Bereich Y frei? Wer ist der richtige Ansprechpartner für mein Anliegen?
  1. Mehr über neue Ideen und Trends in der eigenen Branche erfahren
    Ob Sie neue Handys auf den Markt bringen oder Kunden hinsichtlich ihrer Versicherungen beraten: Sie müssen wissen, wo die Trends von morgen liegen, um in Ihrer Branche erfolgreich zu sein. Dabei ist Netzwerken extrem hilfreich. Sei es, um mehr über Kundenbedürfnisse zu erfahren oder im Austausch mit anderen Anbietern deren Sichtweise und Ansätze kennenzulernen. Dabei können Sie nur gewinnen: Sie werden im besten Fall in Ihrer Arbeit bestätigt, erhalten Impulse zur Überprüfung Ihres Kurses und begegnen vielleicht neuen Ideen, auf die Sie selbst nicht gekommen wären.
  1. Andere Branchen kennenlernen und besser verstehen
    Gleiches gilt für branchenfremde Unternehmen. Wenn Sie ein Autohersteller wären und ein großes Modehaus, in dem auch Ihre Zielgruppe einkauft, Ihnen verrät, welche Farben präferiert werden und ein zunehmend sportlich-eleganter Stil vorherrscht, dürfte das auch für Sie interessant sein.
    Auch der Austausch mit jungen Unternehmen, den sogenannten Start-Ups, kann gewinnbringend sein. Scheuen Sie nicht die Unkonventionalität junger Unternehmer, sondern machen Sie sich Ihr eigenes Bild im persönlichen Austausch.
  1. Die eigenen kommunikativen Fähigkeiten verbessern
    Netzwerken basiert auf kommunikativen Fähigkeiten. Wie erfolgreich Sie im Austausch mit anderen sind, hängt entscheidend davon ab, ob Sie die richtigen Worten und den richtigen Ton finden. „Übung macht den Meister!“ – das gilt auch in diesem Fall. Suchen Sie bewusst die Gespräche mit anderen, und machen Sie anschließend eine kleine Erfolgskontrolle für sich selbst: Was habe ich gut gemacht? Was lief weniger gut? Was kann ich das nächste Mal anders bzw. besser machen? Und was kann ich vielleicht von meinem Gegenüber lernen?

Häufig bietet das eigene Unternehmen gute interne Möglichkeiten, um sich als Mitarbeiter mit Angehörigen anderer Bereiche und Ebenen auszutauschen. In den zurückliegenden Jahren sind zunehmend auch unternehmensübergreifende Austausch- und Lern-Plattformen entstanden.


Im folgenden Teil beschreiben wir einige Methoden, die für ein internes und externes Netzwerken hilfreich sind.

Teil 2/3 – Möglichkeiten der Netzwerkpflege

Über den Autor

Michael Lorenz

Michael Lorenz ist Gesellschafter und Geschäftsführer der grow.up. Managementberatung. Er arbeitet in seiner Funktion als Managementberater, Trainer und Coach. Vorher war er Geschäftsführer und Partner der Kienbaum Management Consultants GmbH und leitete den Geschäftsbereich Human Resources Management. Seit 1988 berät Michael Lorenz nationale und internationale Kunden in Fragen der Strategie, der Personalentwicklung und der Management-Diagnostik.

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