Ziele sind zum erreichen da – 7 Tipps, Vorhaben einfacher in die Tat umzusetzen

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Jeder von uns hat Ziele. Ob es sich dabei um einen beruflichen Wechsel, eine persönliche Veränderung oder einfach die guten Vorsätze am Jahresanfang handelt spielt keine Rolle. Fakt ist, wir sind gut darin uns Dinge vorzunehmen. Mit dem bloßen Vorsatz endet es aber auch meist schon und zu viele unserer guten und sinnvollen Ziele bleiben auf der Strecke. Mit Hilfe unserer Tipps, gehört das bald der Vergangenheit an:

1. Das Ziel klar benennen

Waren Sie schon mal bei einem Landwirt oder Jäger zum Braten Essen eingeladen? Wenn ja, wird Ihnen vielleicht auch aufgefallen sein, dass sie einen ganz anderen Bezug zu ihren Mahlzeiten haben. Im ersten Moment hat mich die Information, dass es sich bei der Hasenkeule um „Paulinchen“ handelt tief verstört und mir den Appetit schlagartig verdorben. Im zweiten Moment fand ich es bewundernswert, wie ehrlich und unverblendet besonders die Kinder meines Freundes mit der Realität umgingen. Mir wurde deutlich vor Augen geführt, dass etwas Alltägliches und Unscheinbares erst durch einen Namen greifbar wird, Emotionen in mir auslöst und sich lebendig anfühlt. Genau den Effekt können wir auch für die Erreichung unserer Ziele nutzen. Benennen Sie Ihre Ziele daher klar und deutlich – Was will ich wie und bis wann erreichen? Je konkreter Sie werden, desto besser.

2. Kleine Erfolge feiern

Stellen Sie sich vor Sie möchten den Mount Everest besteigen. Dann ist Ihr Ziel eindeutig die Ankunft am Gipfel. Würden Sie mit diesem Ziel vor Augen, Ihrer Ausrüstung auf den Rücken geschnallt, am Fuß des Berges stehend nun einfach los laufen? Wahrscheinlich nicht. Sie brauchen einen Plan, der Ihre Stationen und die Zeit, die Sie bis zum Gipfel benötigen, beinhaltet. Den Mount Everest können Sie nicht an einem Tag besteigen und genauso wenig werden Sie Ihre großen Vorhaben an einem Tag in die Tat umsetzen können. Deswegen ist es sinnvoll sich Zwischenziele zu stecken. Sobald Sie einen Meilenstein erreicht haben, sollten Sie den kleinen Erfolg feiern. Belohnen Sie sich ruhig für Ihr Durchhaltevermögen. Auch wenn der Gipfel noch nicht in Sicht ist, so sind Sie doch auf dem richtigen Weg dorthin.

3. Farbexplosion

Nicht nur die klare Benennung, sondern auch eine klare und positive Vision treiben uns an. Malen Sie Ihre Vision besonders bunt. Stellen Sie sich Ihr Leben nach der Erreichung Ihres Ziels möglichst genau und detailliert vor. Wie werden Sie sich fühlen? Was wird sich verändert haben? Wie wird Ihr Umfeld aussehen? Scheuen Sie nicht davor sich Ihre Zukunft besonders positiv und optimistisch vorzustellen. Je genauer Sie wissen, warum Sie ein Ziel verfolgen und wie sich das Ergebnis anfühlen soll, desto beschwingter können Sie Ihre Aufgabe in Angriff nehmen.

4. Den Teufel an die Wand malen

Meistens begegnet uns dieser Ratschlag in genau umgekehrter Form. Aber was bringt es uns den worst case außer Acht zu lassen? Wenn wir realistisch und vielleicht sogar etwas pessimistisch in die Zukunft (die wir haben werden, wenn wir nichts ändern) schauen, erhöht das unseren Leidensdruck. Je größer und unangenehmer der Leidensdruck ist, desto eher sind wir bereit etwas an uns, unserem Verhalten oder der Situation zu verändern. Wenn wir uns unser Ziel bunt und farbenfroh ausmalen, sollten wir uns gleichzeitig das Verharren auf derselben Stelle möglichst dunkel vorstellen.

5. Geteiltes Leid ist halbes Leid

Der Mensch ist ein Herdentier. In sozialen Gruppen fühlen wir uns sicherer und verstandener. Besonders wenn wir einen steinigen Weg vor uns haben, können Weggefährten den entscheidenden Unterschied machen, denn wie heißt es so treffend: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Die Gewissheit nicht allein zu sein gibt uns Kraft und Ehrgeiz. Wir hören auf uns angesichts der anstehenden Aufgaben im Selbstmitleid zu suhlen, denn wir sind nicht die einzigen, die sich anstrengen müssen. Aber nicht nur Leidensgenossen sondern auch Vorbilder, die den Weg bereits gegangen sind, pushen uns. Sie führen uns vor Augen, dass es machbar und nicht unmöglich ist. Gerade heutzutage haben wir über soziale Medien ständig die Möglichkeit inspirierende Vorbilder und potenzielle Mitreisende zu finden.

6. Andere zu Mitwissern machen

Erzählen Sie Ihrem Umfeld von den Veränderungen, die Sie sich vorgenommen haben. Je mehr Menschen von Ihren Zielen wissen, desto höher sind die Verbindlichkeit und gleichzeitig der Wille erfolgreich zu sein. Egal ob Familie, Freunde, Kollegen, Vorgesetzte oder Bekannte, beziehen Sie möglichst viele mit ein. Bitten Sie die Mittwissenden außerdem um offene Kritik und Hinweise, wenn Sie von Ihren Vorhaben abkommen. Wenn Sie sich z. B. vorgenommen haben mit dem Rauchen aufzuhören, versprechen Sie Ihren Kollegen für jede Zigarette fünf Euro in die Kaffeekasse zu werfen. Anders als nur Worte, erhöhen solche Abmachungen die Hemmschwelle zusätzlich. Nehmen Sie Ihrem Umfeld das Versprechen ab zu intervenieren. Reagieren Sie aber nicht abweisend, wenn es so weit kommen sollte. Denken Sie immer daran, dass niemand Sie bevormunden möchte, sondern Ihnen nur die Unterstützung zukommen lässt, die sie benötigen, um Ihr Ziel zu erreichen.

7. Weg mit den Scheuklappen

Oft haben wir ein großes Ziel, auf das wir hinarbeiten. Unsere gesamte Konzentration und Energie fließt dann genau dort hinein. Dabei übersehen wir allzu oft, dass wir die Wahrscheinlichkeit unser großes Ziel zu erreichen, schon durch das Umsetzen kleinerer Vorsätze erhöhen können. Wenn Sie immer wieder bereuen, dass Sie nicht schon beim ersten Wecker Klingeln aufgestanden, den Fernseher nicht direkt nach dem Tatort ausgeschaltet und am Sonntag wieder nicht joggen gegangen sind, fangen Sie hier an. Auch wenn es auf den ersten Blick keine Rückschläge sind, merkt sich unser Gehirn bei jedem nicht erreichten Ziel, dass wir etwas nicht schaffen, obwohl wir es uns vorgenommen haben. Je öfter wir diese kleinen Vorhaben nicht in die Tat umsetzen, desto stärker geht unser Unterbewusstsein davon aus, dass wir scheitern werden. Das überträgt sich nach und nach auf alle Ziele, die wir uns setzen und wird letztendlich zu einem Teufelskreis, aus dem ein Ausbruch nur schwer möglich ist.

Ready, steady, go!

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Lassen Sie die Abwägungen sein, hören Sie auf Pläne zu schmieden oder Ausreden zu finden. Verschieben Sie den Start nicht weiter auf morgen, sondern fangen Sie an – jetzt! Jede Minute, Stunde oder Woche, die Sie mit Grübeln und Aufschieben verbringen, lässt Ihr Ziel weiter in die Ferne rücken.

Über den Autor

Maren Düchting

Maren Düchting unterstützt die grow.up. Managementberatung als Beraterin und Trainerin. Nach einem dualen Studium in der Automobilbranche (B. A.), spezialisierte sie sich im Master-Studium auf die Themenbereiche Wirtschaftspsychologie, Coaching und Consulting (M. A.). Vorherige berufliche Stationen waren die W. Potthoff GmbH, DEG eG sowie filmpool entertainment GmbH.

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