Innovationsflut – Fluch oder Segen für die Trainerwelt 4.0?

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Hauptsache hipp, agil und wie wichtig dabei eigentlich Blended Learning ist …

Vor ein paar Wochen bestand eine meiner Hauptaufgaben darin, für ein Angebot, ich übernehme mal die Kundenwortwahl, ein „hippes, agiles und innovatives“ Format zur Führungskräfteentwicklung einer höheren Führungsebene zu entwerfen.  Es sollte etwas sein, was es so bei dem Kunden noch nie gegeben hat und den Führungskräften die Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen ermöglicht.

An sich eine tolle und herausfordernde Aufgabe, dachte ich. Doch irgendwas störte mich an meinem Arbeitsauftrag. Warum muss heutzutage gleich immer alles mit agil und innovativ bezeichnet werden? Natürlich ist alt Bewährtes meistens auch schon alt bekannt. Im Grunde  genommen sollte es doch in erster Linie ein in sich stimmiges Konzept sein, das methodisch und didaktisch den Transfer in den Alltag sichert und so nachhaltig für das Unternehmen und natürlich insbesondere für die einzelne Führungskraft ist. Ein Gedanke, der sich einschränkend anhört, im Kern aber auf etwas Wesentliches hinweist und auch in der Trainerwelt 4.0 nicht in Vergessenheit geraten sollte. Die Teilnehmenden des Formats sollen etwas lernen und zwar von- und miteinander und dabei zeitgemäß.

Für mich als Wirtschaftspädagogin hat sich bereits im Studium immer alles um das Thema Lernen gedreht. Lernen war der Ausgangspunkt all unserer Auseinandersetzungen auf inhaltlicher wie auch praxisbezogener Ebene. Lernen in der Arbeit, neben der Arbeit, nach der Arbeit oder Lernen für die Arbeit. Wesentlich war und ist: was bringt Mitarbeitenden Lernen und welchen Kontext brauchen sie dafür? Wir wurden daher zu Lernexperten ausgebildet, die ihren Fokus immer und überall auf den Lernprozess von Mitarbeitenden richten sollen, ohne dabei den zu vermittelnden Inhalt zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

So stellt auch die Forderung nach hippen und agilen Methoden nur auf den ersten Blick etwas Neues, bisher noch nie Dagewesenes dar. Viele suchen nach der innovativen Technik, die eine Auseinandersetzung zwischen Teilnehmenden auf eine ganz besondere Weise anregt, oder dem neuen Format, das sich hochflexibel aus dem Moment und dem Anliegen, sprich den Wünschen der Teilnehmenden ergibt. Im Grunde genommen gab es solche Trainings-/Lernformate jedoch schon immer, sie wurden nur nicht als agil betitelt. So müsste uns allen Folgendes zumindest in Teilen bekannt vorkommen:

  • Trainer sind Lernexperten, die Lernangebote machen, die auf die Individualität der Teilnehmenden Rücksicht nehmen und als Hauptziel die Transferorientierung und Nachhaltigkeit des Gelernten anstreben.
  • Prozessorientierung in Trainings, die auf Basis aktueller Anliegen erfolgt und sowohl durch den Trainer als auch von dem Kunden bzw. den Teilnehmenden eingehalten werden sollte. Dadurch wird Transparenz, Flexibilität und Aktivität gefördert.
  • Interaktive Tools und Techniken, die unter Berücksichtigung der Entwicklungsziele als Hauptbestandteil durch ein Training leiten und zu gemeinsamen Lernerlebnissen der Teilnehmenden führen.
  • Commitment und Feedback, als das A und O eines jeden Trainings, durch die Zusammenarbeit und Selbstorganisation möglich werden und so hilfreiche Impulse und Erfahrungen unter den Teilnehmenden geteilt werden können.

Vielem davon gibt man einfach einen neuen Namen oder setzt es in einen neuen Kontext und schon ist es hipp. Anforderungen an neue Lernsettings sind dabei viel gegenwärtiger und mit ihren Auswirkungen eindeutig differenzierter zu betrachten.

Zeit- und ortsunabhängige Möglichkeiten des Lernens erfordern es, neue „agile“ Trainings-/Lernformate zu konzipieren. Das Stichwort hierfür ist Blended Learning! So spielt es nicht nur für modernes Lernen eine sehr große Rolle, sondern war es auch für meine anfangs beschriebene Aufgabe der zündende Ansatz, der meine Begeisterung entfachen und mich persönlich in die Welt des E-Learning eintauchen ließ. Ab diesem Moment war für mich klar, mein Kunde erhält nun genau das, was er wollte: etwas Hippes, Agiles und Innovatives.

Wenn Sie nun wissen möchten, warum Blended Learning meiner Aufgabe zu dem gewissen Etwas verholfen hat, d. h. nun die Wünsche meines Kunden erfüllen sollte, besuchen Sie unsere grow.up Academy. Hier finden Sie nicht nur alles zu Blended Learning und E-Learning, sondern auch die Umsetzung meiner Aufgabe als Projektbeispiel.


Im folgenden Video stellen wir unsere E-Learning Plattform, die grow.up. Academy, vor. Mit unseren E-Learnig Konzepten bieten wir Ihnen die Möglichkeit Ihr Training modern und nachhaltig zu gestalten.

Über den Autor

Lisa Steinweg

Lisa Steinweg ist Bildungswissenschaftlerin (M.A.) und arbeitet seit 2017 als Beraterin und Trainerin bei der grow.up. Managementberatung. Während ihres Studiums mit den Schwerpunkten Betriebs- und Wirtschaftspädagogik war sie bereits in der Personalauswahl und der Personalentwicklung, u.a. für die Bertelsmann SE & Co. KGaA und die Postbank Akademie und Service GmbH tätig.

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