„Ey, lass mal rumoxidieren!“ – „Wie bitte?!“

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Ein Workshop zu generationsübergreifender Zusammenarbeit

Aktuell wird viel darüber diskutiert, dass es zu Schwierigkeiten kommen kann, wenn verschiedene Generationen in der Arbeitswelt aufeinandertreffen. Die unterschiedlichen Erfahrungswelten der Generationen führen zu unterschiedlichen Werten, Ansichten und Verhaltensweisen. Um Problemen zuvorzukommen, die daraus im Arbeitsalltag entstehen können, hat einer unserer Kunden mit uns und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Workshops zu dem Thema „Zusammenarbeit von unterschiedlichen Generationen“ gestaltet.

Programm & Idee

An insgesamt drei Tagen haben sich über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Thema Generationen und ihre Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten auseinandergesetzt. Die Altersspanne lag dabei zwischen 21 und 56 Jahren. Die Idee dahinter: Raum und Zeit schaffen, um sich einmal Gedanken über sich selbst, die eigene Generation und die Generationen anderer zu machen. Konkret wurden dabei Werte, Erfahrungen, Arbeits- und Führungsverhalten sowie Erwartungen an den Arbeitgeber bewusst gemacht, verglichen und Handlungsfelder abgeleitet und diskutiert.

Results, please!

Das erstaunliche Ergebnis: Das, was wir als vermeintliche „Generationsklischees“ im Kopf haben, wurde von den unterschiedlichen Generationsmitgliedern, älterer bzw. jüngerer Generationen als selbstbenannte wichtige Werte und Haltungen bestätigt. Deutlich wurde in diesem Unternehmen dadurch: Die Sicht- und Arbeitsweisen der Generationen unterscheiden sich erheblich.

„Schnaps ist Schnaps und Arbeit ist Arbeit“

Während die Jüngeren nach Selbstverwirklichung, Flexibilität und Spaß streben, dreht sich die Welt der Älteren um Zuverlässigkeit, Fleiß und Ordnung. Ganz nach den Devisen: Arbeiten, um zu leben vs. leben, um zu arbeiten. Während die Älteren ein konkretes Ziel wünschen, wollen die Jüngeren nur einen Rahmen. Während die Jüngeren selbstbewusst die All-in-Mentalität vertreten, bei der der Arbeitsplatz von beruflicher Herausforderung bis hin zu Freundschaften alles bieten soll, heißt es bei den Älteren: „Schnaps ist Schnaps und Arbeit ist Arbeit.“.

Fazit?

Und dennoch: Trotz der vielen Verschiedenheiten zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Tages die Bilanz, dass die Unterschiede für sie einen größeren Vor- als Nachteil bedeuten. Die positiven Eigenschaften der jeweils anderen Generation als Mehrwert zu betrachten und davon zu lernen – das ist für die Teilnehmenden die entscheidende Einstellung, um voneinander zu profitieren und Reibungspunkte erst gar nicht entstehen zu lassen. Denn: Die Wege zum Ziel sind und dürfen verschieden sein, solange das Ziel am Ende gemeinsam erreicht wird.

Haben Sie weiterführende Fragen zu dem Projekt? Oder stehen Sie vor ähnlichen Herausforderungen? Kontaktieren Sie uns!

Über den Autor

Meike Reuter

Meike Reuter absolvierte 2015 ein Praktikum bei der grow.up. Managementberatung. Die Psychologiestudentin aus Münster unterstützt grow.up. als freie Mitarbeiterin.

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