Einfach mal abschalten …

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… das ist gar nicht so leicht. Weil sich unser Gehirn nicht, wie z. B. ein Computer oder ein Fernseher, auf Knopfdruck ausschalten lässt. Und so schwirrt das ereignisreiche Meeting vom Vormittag, das schwierige Gespräch mit einem Kunden oder der Kollegin auch nach Feierabend noch durch unsere Gedanken, macht sich dort breit und nimmt auch auf dem Sofa Platz.

Anspannung und Stress in der heutigen Arbeitswelt

Jeder von Ihnen kennt bestimmt eine solche Situation. Der Tag war voll, mit Meetings und Terminen, mit Gesprächen und ToDos, und nicht alles hat so geklappt, wie man es sich gewünscht hätte. Informationen fehlten, Aufgaben waren nicht erledigt und Sie wurden wie immer von allen Seiten nur gefordert. Das Ergebnis: Viele von uns fühlen sich oder sind nach solchen Tagen gestresst. Nicht umsonst wird Stress mittlerweile als die Zivilisationskrankheit unserer heutigen Zeit bezeichnet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Stress als eine der größten Gefahren der menschlichen Gesundheit im 21. Jahrhundert ein. Studien deuten darauf hin, dass psychische Belastungen und Arbeitsfehltage zu einem Großteil dem Faktor Stress geschuldet sind. Was dabei entscheidend ist: Auch Sie als Führungskraft können dabei mit Ihrem Führungsverhalten als Stressor fungieren. Durch Gespräche, Entscheidungen und die Gestaltung von Rahmenbedingungen nehmen Sie Einfluss auf das Wohlbefinden und damit auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. So ist es wichtig, nicht nur von sich selbst, sondern auch von den eigenen Mitarbeitern zu wissen, wie belastbar diese sind, welche Ressourcen ihnen beispielsweise zur Verfügung stehen und insbesondere auch welche Umfeldbedingungen sie brauchen, um dauerhaft zufrieden und leistungsfähig zu sein. Letzteres kann zwischen Ihnen und den Mitarbeitern in Ihrem Team sowie auch bei diesen untereinander ganz unterschiedlich sein und bedarf im Hinblick auf Sie als Führungskraft ein Führungsverhalten, das den Einzelnen in seiner Individualität beachtet, fördert und wertschätzt.

Wie die Persönlichkeit mit gesundheitsfördernder Führung zusammenhängt

Menschen, die von ihrer Persönlichkeit her danach streben, Unbekanntes auszuprobieren, die Herausforderung lieben und mehr durch trial and error lernen als durch (zu) hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen, sind in diesem Zusammenspiel resilienter als Menschen, die Sicherheit suchen, Fehler jeder Art vermeiden möchten und neben Beständigkeit besonders nach Entspannung streben.

Für diese Personen sind unklare und schwierige Situationen Stress pur. Ihnen fehlt der Halt, sie brauchen und suchen nach Ruhe. An einem solchen Abend auf dem Sofa mit umherschwirrenden Gedanken sind Menschen mit dieser Persönlichkeit eher dazu geneigt, Pläne zu schmieden, um weitere, vermeintliche Gefahren abzuwenden. Sie denken voraus, wägen ab und haben Angst, am nächsten Tag wieder vor dem Kunden, vor dem Kollegen zu versagen oder auch beim nächsten Meeting nicht das vereinbarte Ziel präsentieren zu können.

Hier können bzw. sollten vielmehr Sie in Ihrer Führungsarbeit ansetzen, damit auch diese Mitarbeiter „einfach mal abschalten“ und sich arbeitsspezifische Umstände weniger auf ihr Wohlbefinden auswirken. Mit Hilfe des LUXXprofile können Sie an dieser Stelle ansetzen, Ihre eigene Führungspersönlichkeit zu reflektieren, um darauf aufbauend gesundheitsfördernde Verhaltenskompetenzen zu entwickeln. Sicherheit und Orientierung geben sind in diesem Rahmen die beiden Schlüsselelemente, die auch zwei wesentliche Verhaltensweisen der transformationalen Führung darstellen.

Eine solche Entwicklung, das heißt, das eigene Führungsverhalten nachhaltig zu verändern bzw. anzupassen, ist oftmals kein leichtes Unterfangen, bei dem wir von der grow.up. Managementberatung Sie gerne beraten, begleiten und gezielt unterstützen. Lernen Sie sich und Ihre Mitarbeiter zum Beispiel auf Basis des LUXXprofile in Workshops besser kennen und arbeiten Sie gemeinsam an mehr Achtsamkeit in Ihrem Unternehmen.

Was tun nach einem miesen Tag?

Neben der gemeinsamen Auseinandersetzung mit der eigenen (Führungs-) Persönlichkeit und der Kenntnis notwendiger Umfeldbedingungen für Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit helfen auch kleine Tipps und Übungen wie Cheeeeese! Zeit für ein Lächeln – zwar nicht langfristig und vorbeugend – aber für den Moment. In diesem Sinne – versuchen Sie bereits ab jetzt achtsamer zu sich selbst zu sein und beachten Sie die Motive und Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter. Nehmen Sie Folgendes für sich mit und geben Sie es an Ihre Mitarbeiter weiter:
Gut gemacht!

Was gab es heute noch neben dem Meeting? Denken Sie nicht immer wieder nur daran, was Sie hätten besser machen können, sondern rufen Sie sich auch bewusst Dinge auf, die heute gut funktioniert haben. Da war doch noch das erfolgreiche Gespräch mit dem Kunden, das endlich einen Schritt in die richtige Richtung ermöglicht hat. Und das beiläufige positive Feedback Ihrer Chefin oder eines Kollegen zu Ihrer Idee im letzten Teammeeting. Hierauf können Sie doch jetzt aufbauen. Machen Sie sich klar, was heute gut war. Versuchen Sie das Negative aus Ihren Gedanken auszublenden und rücken Sie das Positive ins Licht. Schätzen Sie sich selber wert – auch wenn es Ihnen anfangs schwer fällt. Erfolge aufzuschreiben, kann Ihnen dabei helfen!

Entschleunigen in der Natur

Die Farbe Grün steht laut der Farbenlehre für Entspannung und Beruhigung. Sie ist die Farbe des Lebens und der Pflanzen. So spricht die freie Natur mit ihren unterschiedlichen Grüntönen in Wäldern und auf Wiesen all unsere Sinne an. Ein feierabendlicher Spaziergang durch den Park, der auf dem Nachhauseweg liegt, eine kleine Fahrradtour durch den Stadtwald um die Ecke oder einfach ein paar Minuten im eigenen grünen Garten beruhigen unseren Geist, balancieren unseren Rhythmus von Herz und Nieren aus und lassen uns unsere Kräfte sammeln. Lassen Sie die Lebendigkeit, die Frische – sprich die Natur – auf sich wirken und tanken Sie Zuversicht für den kommenden, neuen Tag!

Über den Autor

Lisa Steinweg

Lisa Steinweg ist Bildungswissenschaftlerin (M.A.) und arbeitet seit 2017 als Beraterin und Trainerin bei der grow.up. Managementberatung. Während ihres Studiums mit den Schwerpunkten Betriebs- und Wirtschaftspädagogik war sie bereits in der Personalauswahl und der Personalentwicklung, u.a. für die Bertelsmann SE & Co. KGaA und die Postbank Akademie und Service GmbH tätig.

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