Ich oder wir: Wie handeln Sie in beruflichen Situationen?

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Wenn Sie einmal darüber nachdenken, wie Sie Ihr eigenes Verhalten in beruflichen Kontexten ausrichten, welche der beiden Aussagen passen am besten zu Ihren Gedanken:

 

 

 

 

Behalten Sie Ihre Entscheidung für einen Moment im Hinterkopf und lassen Sie beide Aussagen erst einmal so stehen.

Warum ich mich so verhalte und was mir vielleicht fremd ist

Bei unserem Verhalten, nicht nur in beruflichen Situationen, sondern bei allem was wir tun, spielt unsere Wahrnehmung eine bedeutende Rolle.

Sie und ich, wir alle nehmen die Welt völlig unterschiedlich wahr. Sie können bestimmte Aspekte der Umwelt wahrnehmen und ich blende genau diese aus. Diese selektive Wahrnehmung beeinflusst unser Handeln und wirkt sich letzten Endes auf unsere sozialen Beziehungen aus. Oft verhalten wir uns aber so, als sei unsere Wahrnehmung die einzige Wirklichkeit, die existiert.

Wenn wir in beruflichen Situationen interagieren, ist es vor allem hier hilfreich, zuerst zu begreifen, wie wir selbst die Welt wahrnehmen und wie dies andere tun. Wir können so entgegenwirken, dass uns wichtige Informationen über unser Gegenüber nicht verloren gehen und gleichzeitig die Beziehung, Kommunikation und Zusammenarbeit nachhaltig verbessern.

Auf diesen Annahmen und dem Phänomen der selektiven Wahrheit gründet das Vierfarben-Modell der Persönlichkeit, auch unter dem Namen Insights Discovery® Persönlichkeitsprofil bekannt, das auf C. G. Jung zurückgeht und die beiden Dimensionen introvertiert vs. extravertiert und rational vs. emotional zusammenführt und so zwischen vier Verhaltenspräferenzen unterscheidet. Schauen Sie sich hierfür unser Erklärvideo an und erfahren Sie mehr über die vier unterschiedlichen Farbtypen.

In der Regel ist es so, dass ein Mensch Anteile von mehreren Verhaltenspräferenzen hat. Häufig können wir jedoch feststellen, dass bestimmte Ausprägungen und Verhaltensweisen besonders typisch für einen Menschen sind und sie häufiger vorkommen als andere. So werden von ca. 65 % der Weltbevölkerung überdurchschnittlich zwei Farbenergien genutzt und in ihrem Verhalten sichtbar. Verhaltensweisen der anderen beiden Farbtypen sind den Menschen eher fremd und zeigen sich eher seltener in ihrem Handeln.

Wie einfach ist es, sich mit dem auseinanderzusetzen was einem fremd ist? D. h. sich mit seiner Dritt- oder Viertfarbe zu identifizieren, die Verhaltensweise dieser Typen kennenzulernen und für sich anzunehmen. Bereits gemeinsam darüber zu sprechen, nachzudenken und zu diskutieren, erschwert sich durch mögliche unterschiedliche Erstfarben der Gesprächspartner und der Schwierigkeit zu diesen zu wechseln. Ein Bewusstsein zu schaffen, ist auf jeden Fall möglich und wenn vorhanden, auch sehr hilfreich.

Was möchte ICH erreichen vs. was möchten WIR erreichen?

Spannend ist es, wenn wir einmal das Thema Erfolg bei den vier Verhaltenspräferenzen betrachten, sprich das Streben nach Erfolg, den Umgang mit Erfolg oder einfach ganz klar – wie wichtig ist mir Erfolg und wie verhalte ich mich, wenn ich Erfolg verspüre? Sehe ich ihn als persönlichen Triumph oder liegt mir mehr daran, ihn gemeinsam mit meinem Team zu erreichen und ihn im Kollektiv zu leben.
Jedem der vier Farbtypen lassen sich verschiedene Zielsetzungen zuordnen, die sich in ihrem Verhalten widerspiegeln und auf einen bestimmten Umgang mit Erfolg schließen lassen:

  • Der „Blaue“ geht den Dingen gerne auf den Grund.
  • Der „Rote“ stellt sich gerne Herausforderungen.
  • Der „Gelbe“ strebt nach Anerkennung.
  • Der „Grüne“ strebt nach Ausgeglichenheit

Wenn Sie nun wieder an die beiden Aussagen vom Anfang zurückdenken, wird Ihnen bewusst, dass sich hier Individualismus und Kollektivismus gegenüberstehen?!

 

 

 

 

In Anlehnung an die Dimension von Hofstede, die sich mit der Vorrangigkeit von Individuum oder Gruppe innerhalb der Gesellschaft beschäftigt, können zwei der vier Farbtypen durch ihre unterschiedlichen Zielsetzungen dieser Unterscheidung zugeordnet werden. Streben die Grünen nach dem Wohl der Gruppe und ausgeprägter Harmonie, gehen die Roten wetteifernd voran und stellen sich gerne allein den Herausforderungen. Es zeigen sich Formen von Kollektivismus und Individualismus. Die Blauen und Gelben beziehen sich bei ihrem Streben nach und Umgang mit Erfolg auf eine andere Ebene. Das „Beständige“ der Blauen“ steht hier dem „Neuen“ der Gelben gegenüber.

Je nachdem für welche Aussage Sie sich anfangs entschieden haben, es gibt hierbei kein Gut oder Schlecht, vielmehr kann es ein eigenes Anliegen sein, einmal mehr darüber nachzudenken „ich oder wir“. Wann kann es hilfreich sein, gegen den Strom zu schwimmen und wann mit dem Team gemeinsam den Berg zu erklimmen? Lernen Sie das, was Ihnen fremd ist, zu verstehen und finden Sie so (noch) mehr Erfolg in beruflichen Situationen.

Wenn Sie die vier Farbtypen näher kennenlernen und erfahren möchten, wie Sie das Vierfarben-Modell z. B. bei der Personalauswahl oder in Verhandlungen gewinnbringend für sich einsetzen, empfehlen wir Ihnen unser Booklet Erfolgreiche Führung mit dem Vierfarben-Modell aus der grow.up.-Reihe „Führungswissen punktgenau“.

 

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Über den Autor

Lisa Steinweg

Lisa Steinweg ist Bildungswissenschaftlerin (M.A.) und arbeitet seit 2017 als Beraterin und Trainerin bei der grow.up. Managementberatung. Während ihres Studiums mit den Schwerpunkten Betriebs- und Wirtschaftspädagogik war sie bereits in der Personalauswahl und der Personalentwicklung, u.a. für die Bertelsmann SE & Co. KGaA und die Postbank Akademie und Service GmbH tätig.

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